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Was sind C-Artikel? Definition, Beispiele und Einsparpotenziale für Unternehmen
Was sind C-Artikel? Definition, Beispiele und Einsparpotenziale für Unternehmen
von Anna Ullmann am Jun 08, 2026Einkauf einfach erklärt
Was sind C-Artikel?
C-Artikel sind Produkte mit einem vergleichsweise geringen Warenwert, die in vielen Unternehmen täglich benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Kugelschreiber, Kopierpapier, Ordner, Reinigungsmittel, Papierhandtücher, Kaffee oder Verpackungsmaterial.
Obwohl einzelne Artikel oft nur wenige Euro kosten, verursachen sie einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Genau deshalb spielen C-Artikel im Einkauf eine wichtige Rolle.
ABC-Analyse im Einkauf
Unternehmen teilen ihre Beschaffungsgüter häufig nach der ABC-Methode ein:
A-Artikel
Hoher Warenwert
- Maschinen
- Produktionsanlagen
- IT-Infrastruktur
Wenige Artikel verursachen einen großen Teil des Einkaufsvolumens.
B-Artikel
Mittlerer Warenwert
- Bürostühle
- Monitore
- Drucker
Diese Artikel haben eine mittlere Bedeutung für das Einkaufsvolumen.
C-Artikel
Niedriger Warenwert
- Kugelschreiber
- Notizblöcke
- Papierhandtücher
- Kaffee
- Batterien
Viele Bestellungen verursachen trotz geringem Warenwert einen hohen Verwaltungsaufwand.
Warum sind C-Artikel oft teurer als gedacht?
Viele Unternehmen konzentrieren sich bei Einsparungen ausschließlich auf den Artikelpreis. Dabei entstehen die größten Kosten häufig an anderer Stelle:
- Bedarfsermittlung
- Lieferantensuche
- Angebotsvergleich
- Bestellung
- Genehmigung
- Wareneingang
- Rechnungsprüfung
Für einen Artikel im Wert von 5 Euro können interne Prozesskosten von 30 Euro oder mehr entstehen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Mitarbeiter bestellt Kugelschreiber für 4 Euro und einen Notizblock für 3 Euro. Der Warenwert liegt bei nur 7 Euro.
Wenn für Bedarfsmeldung, Freigabe, Bestellung, Wareneingang und Rechnungsbearbeitung mehrere Mitarbeiter eingebunden werden, können die internen Kosten den eigentlichen Warenwert deutlich übersteigen.
Moderne Einkaufsabteilungen betrachten deshalb nicht nur den Artikelpreis, sondern die Gesamtkosten des Beschaffungsprozesses.
Wie können Unternehmen C-Artikel effizient beschaffen?
Lieferanten bündeln
Weniger Lieferanten bedeuten weniger Aufwand für Bestellungen, Rechnungen und Stammdatenpflege.
Kernsortimente definieren
Standardisierte Produkte reduzieren Suchaufwand und vereinfachen Freigaben.
Digitale Bestellprozesse nutzen
Online-Shops mit individuellen Sortimentslisten und Freigabeprozessen beschleunigen die Beschaffung.
Bedarfe bündeln
Sammelbestellungen reduzieren die Anzahl einzelner Bestellvorgänge.
Fazit
C-Artikel haben oft nur einen geringen Warenwert, verursachen jedoch einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Unternehmen, die ihre C-Artikel-Beschaffung strukturieren, Lieferanten bündeln und digitale Prozesse nutzen, können nicht nur Einkaufskosten senken, sondern auch wertvolle Arbeitszeit sparen.
Gerade deshalb sind C-Artikel ein wichtiger Hebel für eine effiziente Beschaffungsorganisation.
C-Artikel einfacher beschaffen?
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