Startseite
›
Branchenlösungen
›
Nachhaltige Beschaffung in der Produktion: Verpackung, Papier und Standards
Nachhaltige Beschaffung in der Produktion: Verpackung, Papier und Standards
von Wiepa Team am Jul 09, 2026Produktion & Nachhaltigkeit
Nachhaltige Beschaffung in der Produktion: Verpackung, Papier und Standards
Nachhaltigkeit im Einkauf bedeutet mehr als einzelne Recyclingprodukte zu bestellen. Entscheidend sind Verbrauch, Lebensdauer, Verpackung, Lieferfrequenz, Wiederverwendung und eine klare Produktauswahl. Besonders bei regelmäßig benötigten C-Artikeln können Produktionsbetriebe ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verbinden.
Kurze Antwort
Nachhaltige Beschaffung gelingt durch weniger Produktvarianten, passende Verpackungsgrößen, gebündelte Lieferungen, langlebige Artikel, Recyclingmaterialien und die Wiederverwendung vorhandener Verpackungen. Maßnahmen sollten am tatsächlichen Verbrauch gemessen werden.
Wo liegen die größten Hebel?
| Bereich | Mögliche Maßnahme |
|---|---|
| Verpackung | passende Kartongrößen, weniger Füllmaterial, Wiederverwendung |
| Papier | Recyclingpapier, Duplexdruck und reduzierte Fehldrucke |
| Hygiene | dosierbare Systeme und abgestimmte Nachfüllware |
| Logistik | Bestellungen bündeln und Teillieferungen reduzieren |
Verbrauch zuerst analysieren
Ein nachhaltiger Artikel bringt wenig, wenn er unnötig häufig verbraucht oder in zu großen Mengen entsorgt wird. Deshalb sollten Unternehmen Mengen, Ausschuss, Lagerbestand und Nachbestellrhythmus erfassen. Erst danach lässt sich beurteilen, welche Alternative tatsächlich sinnvoll ist.
Verpackungen effizienter einsetzen
- Kartongrößen an typische Sendungen anpassen
- gebrauchte Kartonagen als Füllmaterial weiterverwenden
- Packband und Folien nach Anwendung standardisieren
- unnötige Doppelverpackungen vermeiden
- Mehrweg- oder Umlaufverpackungen bei geeigneten Prozessen prüfen
Mit einem Kartonperforator wie dem HSM ProfiPack können vorhandene Kartonagen je nach Betrieb als Polster- oder Füllmaterial weitergenutzt werden.
Produktstandards statt Einzelentscheidungen
Ein freigegebenes Kernsortiment erleichtert es, bevorzugte Materialien und Qualitätsanforderungen verbindlich zu machen. Mitarbeitende müssen nicht bei jeder Bestellung neu vergleichen, und nachhaltigere Alternativen werden konsequenter genutzt.
Gebündelte Lieferungen
Weniger Einzelbestellungen reduzieren Verpackung, Anlieferungen und internen Wareneingang. Dabei darf die Bündelung nicht zu überhöhten Lagerbeständen führen. Ein sinnvoller Rhythmus orientiert sich an Verbrauch und Lieferzeit.
Typische Fehler
- nur auf Umweltkennzeichen schauen, ohne den Verbrauch zu prüfen
- große Vorräte bestellen, die später veralten oder beschädigt werden
- nachhaltige und konventionelle Varianten parallel ohne Regel führen
- Lieferfrequenz und Verpackungsaufwand nicht berücksichtigen
- Ziele formulieren, aber keine Kennzahlen erfassen
Checkliste
- Verbrauch und Abfallmengen erfassen
- Top-Artikel nach Menge und Kosten priorisieren
- Alternativen hinsichtlich Qualität und Lebensdauer testen
- nachhaltige Standards im Kernsortiment hinterlegen
- Bestell- und Lieferrhythmus optimieren
- Ergebnisse regelmäßig anhand von Mengen vergleichen
Häufige Fragen
Ist Recyclingpapier immer die beste Wahl?
Es ist häufig eine gute Option, muss aber zu Druckern, Anwendung und Qualitätsanforderung passen. Auch reduzierter Verbrauch bleibt wichtig.
Wie lässt sich Verpackungsabfall reduzieren?
Durch passende Kartongrößen, Wiederverwendung, weniger Füllmaterial und standardisierte Packprozesse.
Sind gebündelte Lieferungen automatisch nachhaltiger?
Sie können Fahrten und Verpackung reduzieren. Der Vorteil hängt jedoch von Lieferstruktur, Lagerung und tatsächlichem Bedarf ab.
Welche Kennzahlen sind hilfreich?
Verbrauch je Zeitraum, Verpackungsmenge, Anzahl der Bestellungen, Teillieferungen und Ausschuss liefern eine gute Grundlage.
Kann ein Kernsortiment Nachhaltigkeitsziele unterstützen?
Ja. Bevorzugte Produkte und Materialien werden dadurch verbindlich und einfacher bestellbar.
Nachhaltigkeit praktisch beschaffen
Wiepa unterstützt Produktionsunternehmen bei Verpackung, Papier, Hygiene, Kernsortimenten und gebündelter Versorgung – mit persönlicher Beratung aus Wiesbaden.