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Gesundheit im Büro: Ergonomie, Bewegung und Wohlbefinden
WIEPA PRAXISRATGEBER
Gesundheit im Büro ganzheitlich fördern
Ergonomie, Bewegung, Licht, Raumklima und Arbeitsorganisation bestimmen gemeinsam, wie gesund und konzentriert Büroarbeit gelingt.
Kurz gesagt: Ein gesunder Büroarbeitsplatz entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt. Entscheidend sind passende Möbel, richtig eingestellte Bildschirme, häufige Haltungswechsel, gute Beleuchtung, ein angenehmes Raumklima und eine Arbeitsorganisation, die Pausen und konzentriertes Arbeiten ermöglicht.
Die wichtigsten Einflussfaktoren
Faktor
Worauf es ankommt
Praktische Maßnahme
Sitzen und Stehen
Dynamik statt starrer Haltung
Stuhl korrekt einstellen, regelmäßig aufstehen, Stehphasen nutzen
Bildschirm
Sehabstand, Höhe, Reflexionen
Oberste Bildschirmzeile etwa auf Augenhöhe oder leicht darunter, individuelle Ausrichtung
Licht
Ausreichende Beleuchtung ohne Blendung
Tageslicht nutzen, Arbeitsplatzleuchte ergänzen, Reflexionen vermeiden
Raumklima
Temperatur, Luftqualität, Zugluft
Regelmäßig lüften, Wärmequellen reduzieren, Beschwerden ernst nehmen
Organisation
Unterbrechungen, Arbeitsmenge, Erholung
Fokuszeiten, klare Prioritäten, echte Pausen
Ergonomischen Arbeitsplatz richtig einstellen
Stuhlhöhe so wählen, dass Füße sicher stehen und die Oberschenkel entlastet sind.
Rückenlehne und gegebenenfalls Lordosenstütze an den Rücken anpassen.
Armlehnen so einstellen, dass Schultern entspannt bleiben.
Tischhöhe an Unterarme und Sitzposition anpassen.
Bildschirm frontal positionieren; mehrere Monitore nach Nutzungshäufigkeit ausrichten.
Tastatur und Maus körpernah platzieren.
Die beste Einstellung ist nicht dauerhaft dieselbe. Der Körper profitiert von Wechseln. Telefonate im Stehen, kurze Wege, aktive Besprechungen und kleine Bewegungsimpulse verteilen Belastungen besser über den Tag.
Bewegung im Büro realistisch integrieren
Gesundheitsförderung scheitert häufig an zu großen Vorsätzen. Wirksamer sind kleine Routinen: Drucker oder Wasser bewusst etwas weiter entfernt platzieren, jede Stunde die Haltung wechseln, Treppen nutzen und kurze Besprechungen im Gehen durchführen. Führungskräfte prägen dabei die Kultur. Wer Pausen sichtbar akzeptiert, erleichtert gesundes Verhalten.
Praxisimpuls: Statt „acht Stunden richtig sitzen“ lautet das bessere Ziel: möglichst oft die Position wechseln und monotone Belastung vermeiden.
Licht, Akustik und Raumklima
Blendung, Lärm und schlechte Luft können Konzentration beeinträchtigen. Arbeitsplätze sollten so angeordnet sein, dass Licht seitlich einfällt und Bildschirme keine störenden Reflexionen zeigen. In offenen Büros helfen Zonierung, akustisch wirksame Flächen und Regeln für Telefonate. Beim Raumklima sind technische und organisatorische Lösungen gemeinsam zu betrachten.
Psychische Belastung mitdenken
Gesundheit im Büro umfasst auch Arbeitsintensität, Unterbrechungen, soziale Beziehungen und Handlungsspielraum. Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bewertet Arbeitsbedingungen, nicht einzelne Beschäftigte. Klare Zuständigkeiten, planbare Aufgaben, erreichbare Führung und ungestörte Fokusphasen können ebenso wichtig sein wie ergonomische Ausstattung.
Checkliste für Unternehmen
Arbeitsplätze individuell einstellbar gestalten.
Beschäftigte zur richtigen Nutzung unterweisen.
Beleuchtung, Lärm und Raumklima regelmäßig prüfen.
Bewegungs- und Haltungswechsel im Alltag ermöglichen.
Homeoffice und mobile Arbeit einbeziehen.
Beschwerden und Rückmeldungen systematisch auswerten.
Häufige Fragen
Welcher Bürostuhl ist gesund?Ein geeigneter Stuhl ist an Körpermaße und Tätigkeit anpassbar, unterstützt wechselnde Sitzhaltungen und lässt sich verständlich einstellen. Entscheidend ist die individuelle Nutzung.Wie oft sollte man aufstehen?Es gibt keine für alle passende Minutenzahl. Häufige kurze Wechsel sind sinnvoller als eine lange Stehphase am Stück.Ist ein höhenverstellbarer Tisch notwendig?Er ist ein hilfreiches Instrument für Haltungswechsel, ersetzt aber weder Bewegung noch eine gute Arbeitsorganisation.Was hilft gegen trockene Augen?Bewusste Blickwechsel, passende Bildschirmposition, Pausen und ein geeignetes Raumklima können helfen. Anhaltende Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.Gehört Stress zur Gefährdungsbeurteilung?Ja. Psychische Belastungen aus der Arbeitsgestaltung sind Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung.Weiterführende Wiepa-Ratgeber
Passend dazu: Homeoffice richtig gestalten, Arbeitsschutz im Unternehmen und Agile Zusammenarbeit.
Quellen
BAuA: Ergonomie
DGUV: Bildschirmarbeit
Arbeitsstättenverordnung
Arbeitsplätze gesund und passend ausstatten
Wiepa berät Unternehmen in Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet zu Bürostühlen, Tischen, Monitorlösungen, Beleuchtung und ergonomischem Zubehör – inklusive Probesitzen und persönlicher Abstimmung.
Beratung vereinbaren
Ergonomie am Arbeitsplatz: Stuhl, Tisch und Monitor richtig einstellen
Praxisguide für Büro und Homeoffice
Ergonomie am Arbeitsplatz richtig einstellen
Ein guter Bildschirmarbeitsplatz passt sich dem Menschen an. Dieser Guide zeigt, wie Bürostuhl, Tisch, Monitor, Eingabegeräte, Licht und Bewegung sinnvoll zusammenspielen.
Ergonomie beginnt nicht mit einem einzelnen Produkt. Entscheidend ist, dass Sitzhöhe, Arbeitsfläche, Bildschirm und Arbeitsmittel auf Körpergröße, Tätigkeit und Sehaufgabe abgestimmt sind. Ebenso wichtig sind regelmäßige Haltungswechsel. Die folgende Anleitung hilft bei der Grundeinstellung und ersetzt bei anhaltenden Beschwerden keine individuelle medizinische oder arbeitsmedizinische Beratung.
Der 5-Minuten-Check für Ihren Arbeitsplatz
Füße und Beine: Beide Füße stehen stabil. Die Sitzfläche unterstützt die Oberschenkel, ohne in der Kniekehle zu drücken. Reichen die Füße nicht bequem zum Boden, kann eine Fußstütze sinnvoll sein.
Schultern und Arme: Die Schultern bleiben locker. Unterarme können bequem aufliegen, Tastatur und Maus sind ohne Vorstrecken erreichbar.
Rückenlehne: Sie unterstützt den Rücken und erlaubt Bewegung. Eine Synchronmechanik kann wechselnde Sitzhaltungen fördern.
Bildschirm: Die oberste Bildschirmzeile liegt etwas unter Augenhöhe. Als Orientierung nennt die DGUV meist 50 bis 80 cm Sehabstand, wobei Schriftgröße und Sehvermögen berücksichtigt werden müssen.
Tastatur und Maus: Die Tastatur liegt etwa 10 bis 15 cm von der Tischkante entfernt. Die Maus befindet sich direkt daneben und möglichst körpernah.
Licht und Reflexionen: Der Bildschirm steht möglichst quer zum Fenster. Spiegelungen, Blendung und starke Helligkeitsunterschiede werden vermieden.
Bewegung: Wechseln Sie regelmäßig zwischen aufrechtem, zurückgelehntem und, wenn möglich, stehendem Arbeiten. Kurze Wege und kleine Bewegungspausen gehören zur Ergonomie.
Arbeitsplatz Schritt für Schritt einrichten
1Bürostuhl zuerst einstellen
Beginnen Sie mit der Sitzhöhe. Stellen Sie danach Sitztiefe, Rückenlehne und Armlehnen ein. Zwischen Sitzvorderkante und Kniekehle sollte ausreichend Platz bleiben. Nutzen Sie die Beweglichkeit der Rückenlehne, statt sie dauerhaft starr zu fixieren.
2Tischhöhe anpassen
Rücken Sie an den Tisch heran. Die Unterarme liegen entspannt auf, ohne dass die Schultern hochgezogen werden. Bei einem festen Tisch wird zuerst der Stuhl passend eingestellt. Eine Fußstütze kann den verbleibenden Höhenunterschied ausgleichen.
3Monitor positionieren
Stellen Sie den Bildschirm mittig vor sich auf. Bei zwei häufig genutzten Monitoren liegt die Trennkante möglichst zentral. Bildschirmhöhe, Abstand und Schriftgröße werden gemeinsam angepasst. Ein Monitorarm schafft dafür mehr Spielraum.
4Notebook ergänzen
Für längere Arbeit am Notebook empfiehlt die DGUV einen separaten Bildschirm oder eine erhöhte Notebookposition zusammen mit externer Tastatur und Maus. So lassen sich Sehabstand und Armhaltung unabhängig einstellen.
5Licht sinnvoll führen
Allgemeinbeleuchtung und Arbeitsplatzleuchte sollten gut zusammenspielen. Richten Sie eine Tischleuchte so aus, dass Arbeitsunterlagen gleichmäßig beleuchtet werden und auf dem Bildschirm keine störenden Reflexionen entstehen.
6Bewegung einplanen
Keine einzelne Sitzhaltung bleibt auf Dauer ideal. Telefonieren im Stehen, kurze Wege, Besprechungen im Wechsel und ein höhenverstellbarer Tisch können mehr Bewegung in den Arbeitstag bringen.
Wichtig: Ein rechter Winkel an Knie, Hüfte und Ellenbogen kann eine grobe Orientierung sein, ist aber keine starre Pflicht. Körperproportionen, Tätigkeit, individuelle Beweglichkeit und die Dauer einer Aufgabe beeinflussen die passende Einstellung.
Passende Produktempfehlungen von WIEPA
Diese Auswahl unterstützt die wichtigsten Stellschrauben eines ergonomischen Bildschirmarbeitsplatzes. Prüfen Sie vor dem Kauf immer Maße, Einstellbereiche und die Anforderungen Ihrer konkreten Arbeitssituation.
WIEPA Breeze
Ergonomischer Bürostuhl mit Synchronmechanik, Sitztiefeneinstellung, verstellbarer Lordosenstütze und Multifunktionsarmlehnen. Wahlweise mit oder ohne Kopfstütze.
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Monitorarm mit separater Laptophalterung. Beide Arbeitsmittel lassen sich unabhängig in Höhe, Neigung und Position ausrichten.
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Dreifach höhenverstellbare Fußstütze für Arbeitsplätze, an denen die Füße nach korrekter Stuhl- und Tischeinstellung nicht stabil auf dem Boden stehen.
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Dimmbares Arbeitsplatzlicht mit vier einstellbaren Farbtemperaturen und beweglichem Leuchtenarm für eine flexible Ausrichtung.
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Wann lohnt sich welches Zubehör?
Fußstütze
Wenn ein fester Tisch eine höhere Sitzposition verlangt und die Füße dadurch nicht mehr stabil aufstehen. Sie ist kein Ersatz für einen korrekt eingestellten Stuhl.
Monitorarm
Wenn der Monitorfuß zu wenig Verstellweg bietet, mehrere Bildschirme genutzt werden oder mehr freie Tischfläche benötigt wird.
Notebookständer
Wenn regelmäßig am Notebook gearbeitet wird. Für längere Nutzung gehören externe Tastatur und Maus dazu.
Höhenverstellbarer Tisch
Wenn Sitz- und Stehphasen unkompliziert gewechselt werden sollen. Entscheidend bleibt der tatsächliche Haltungswechsel im Alltag.
Vertiefende WIEPA Ratgeber
Bürostuhl richtig einstellen
Höhenverstellbarer Schreibtisch
Monitorarm oder Monitorständer
Beleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz
Notebook ergonomisch nutzen
Fußstützen im Büro
Häufige Fragen zur Ergonomie am Arbeitsplatz
Wie hoch sollte der Monitor stehen?Die oberste Bildschirmzeile sollte etwas unter Augenhöhe liegen. Dadurch bleibt der Blick leicht nach unten gerichtet. Entscheidend sind außerdem Sehabstand, Schriftgröße und individuelle Sehanforderungen.
Welcher Abstand zum Bildschirm ist sinnvoll?Für übliche Bildschirme nennt die DGUV häufig 50 bis 80 cm als Orientierung. Bei großen Monitoren oder besonderen Sehaufgaben kann ein anderer Abstand passend sein.
Muss ich immer im 90-Grad-Winkel sitzen?Nein. Rechte Winkel können eine erste Orientierung geben, sind aber keine starre Vorgabe. Wichtig sind eine unterstützte, entspannte Haltung und regelmäßige Positionswechsel.
Wann ist eine Fußstütze sinnvoll?Wenn der Tisch nicht ausreichend abgesenkt werden kann und die Füße nach passender Einstellung von Sitzhöhe und Armposition nicht stabil auf dem Boden stehen.
Reicht ein Notebook für längeres Arbeiten?Für längere Arbeit empfiehlt sich eine Lösung mit separater Tastatur und Maus sowie einem erhöhten Notebook oder einem zusätzlichen Bildschirm. So können Blickhöhe und Armhaltung unabhängig angepasst werden.
Arbeitsplatz individuell planen
Maße, Körpergröße, Tätigkeit und Raum bestimmen, welche Ausstattung wirklich passt. WIEPA unterstützt Sie bei der Auswahl ergonomischer Bürostühle und bei der Planung kompletter Arbeitsplätze. In unserem Showroom können Sie Bürostühle auch probesitzen.
Beratung anfragen
Mehr zum Probesitzen
Quellen und fachliche Orientierung
Grundlage der Einstellhinweise sind unter anderem Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Abruf: August 2026.
DGUV: Sicher und gesund im Büro
BAuA: Ergonomie und Arbeitsgestaltung
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