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Neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Was Unternehmen jetzt wissen sollten und wie sich Verpackungskosten reduzieren lassen
Neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Was Unternehmen jetzt wissen sollten und wie sich Verpackungskosten reduzieren lassen
von Anna Ullmann am Jun 10, 2026Verpackungen stehen stärker denn je im Fokus von Politik, Unternehmen und Verbrauchern.
Mit der neuen europäischen Verpackungsverordnung, der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation), verfolgt die Europäische Union das Ziel, Verpackungsabfälle zu reduzieren, Recycling zu fördern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Die Verordnung ist bereits in Kraft getreten und wird ab dem 12. August 2026 schrittweise wirksam. Unternehmen, die Verpackungen verwenden, herstellen, importieren oder in Verkehr bringen, sollten sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen beschäftigen.
PPWR auf einen Blick
Die neue EU-Verpackungsverordnung soll Verpackungsabfälle reduzieren, Recyclingquoten erhöhen und die Wiederverwendung von Materialien fördern. Bis 2030 sollen Verpackungen auf dem europäischen Markt grundsätzlich recyclingfähig gestaltet werden.
Für Unternehmen bedeutet das: Verpackungen werden künftig stärker unter wirtschaftlichen, ökologischen und regulatorischen Gesichtspunkten betrachtet.
Warum die EU handelt
Die Zahlen zeigen deutlich, warum das Thema Verpackungen auf europäischer Ebene immer wichtiger wird.
79,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle pro Jahr
Laut Eurostat entstanden in der Europäischen Union im Jahr 2023 rund 79,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle. Das entspricht durchschnittlich rund 178 Kilogramm Verpackungsabfall pro Einwohner.
Papier und Karton dominieren den Verpackungsmarkt
Mit rund 40,4 Prozent stellen Papier- und Kartonverpackungen den größten Verpackungsbereich Europas dar. Kunststoff folgt mit deutlichem Abstand.
Verpackungen verbrauchen enorme Ressourcen
Nach Angaben der Europäischen Kommission werden rund 50 Prozent des gesamten Papierverbrauchs und etwa 40 Prozent aller Kunststoffe in Europa für Verpackungen eingesetzt.
Warum das wichtig ist: Verpackungen verursachen nicht nur Kosten beim Einkauf. Sie binden Rohstoffe, Lagerfläche, Transportkapazitäten und erzeugen erhebliche Mengen an Abfall.
Die wichtigsten Ziele der PPWR
Die neue Verordnung verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig:
- Weniger Verpackungsabfall
- Bessere Recyclingfähigkeit
- Mehr Kreislaufwirtschaft
- Geringerer Einsatz neuer Rohstoffe
- Höhere Rezyklatanteile
- Einheitliche Kennzeichnungen
- Vermeidung unnötiger Verpackungen
Bis 2030 sollen Verpackungen auf dem europäischen Markt grundsätzlich recyclingfähig sein. Gleichzeitig sollen Unternehmen Verpackungen effizienter gestalten und Materialeinsatz reduzieren.
Was bedeutet die neue Verpackungsverordnung für Unternehmen?
Viele Unternehmen denken zunächst an neue Vorschriften und zusätzliche Dokumentationspflichten.
Tatsächlich entstehen gleichzeitig wirtschaftliche Chancen:
Herausforderungen
- Neue Anforderungen an Verpackungen
- Steigende Nachhaltigkeitserwartungen
- Mehr Fokus auf Recyclingfähigkeit
- Dokumentationspflichten
Chancen
- Weniger Materialverbrauch
- Geringere Verpackungskosten
- Niedrigere Entsorgungskosten
- Effizientere Versandprozesse
Die unterschätzte Ressource: gebrauchte Kartonagen
In nahezu jedem Lager fallen täglich Kartons an:
- Lieferantenverpackungen
- Wareneingänge
- Transportkartons
- Versandkartons
Die meisten davon landen nach einmaliger Nutzung im Altpapiercontainer.
Dabei enthalten viele Unternehmen bereits den Rohstoff, den sie für ihr eigenes Verpackungsmaterial benötigen.
Aus Kartonabfall wird Verpackungsmaterial
Eine besonders interessante Lösung bietet der HSM ProfiPack C400.
Die Maschine verarbeitet gebrauchte Kartonagen zu hochwertigem Verpackungs- und Polstermaterial.
Statt Kartons zu entsorgen und gleichzeitig neues Füllmaterial einzukaufen, entsteht direkt im Unternehmen neues Verpackungsmaterial für den Versand.
Das Ergebnis
- Weniger Verpackungsabfälle
- Weniger Entsorgungskosten
- Weniger Kunststoffpolster
- Geringerer Materialeinkauf
- Mehr Kreislaufwirtschaft
Genau dieser Gedanke entspricht den Grundprinzipien der PPWR: vorhandene Ressourcen länger nutzen und Verpackungsabfälle reduzieren.
HSM ProfiPack C400 bei Wiepa
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Zum HSM ProfiPack C400Praxisbeispiel: 200 bis 300 Euro Einsparung pro Monat
Der österreichische Onlinehändler myProduct.at suchte nach einer nachhaltigeren Alternative zu herkömmlichem Füllmaterial.
Durch die Wiederverwendung vorhandener Kartonagen als Verpackungsmaterial plant das Unternehmen Einsparungen von rund 200 bis 300 Euro pro Monat. Gleichzeitig sinkt die Menge an Verpackungsabfällen deutlich.
Jährliches Potenzial: 200 bis 300 Euro pro Monat entsprechen rund 2.400 bis 3.600 Euro Einsparung pro Jahr.
Weitere Unternehmen berichten von positiven Ergebnissen
WUSTEC
Der Kabelkonfektionierer WUSTEC versendet jährlich rund 8.000 Pakete. Seit der Einführung des ProfiPack muss praktisch kein Füllmaterial mehr zugekauft werden. Die Investition hatte sich laut Unternehmen bereits nach etwa einem Jahr amortisiert.
MotorNuts
Der britische Ersatzteilhändler MotorNuts ersetzte Luftpolsterfolie und andere Verpackungsmaterialien durch selbst hergestelltes Kartonpolster. Das Unternehmen berichtet von monatlichen Einsparungen und einer Amortisation innerhalb weniger Monate.
Für welche Unternehmen lohnt sich ein Karton-Perforator?
- Onlinehändler
- Industrieunternehmen
- Großhändler
- Logistikunternehmen
- Ersatzteilhändler
- Versandabteilungen
- Lagerbetriebe
Fazit: Die günstigste Verpackung liegt oft bereits im Lager
Die neue EU-Verpackungsverordnung erhöht den Druck auf Unternehmen, Verpackungen nachhaltiger und ressourcenschonender einzusetzen.
Gleichzeitig entstehen neue Chancen. Wer Kartonagen nicht als Abfall betrachtet, sondern als Rohstoff für neues Verpackungsmaterial nutzt, kann Verpackungskosten reduzieren, Entsorgungsaufwand senken und einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.
Der HSM ProfiPack zeigt, wie aus einem täglichen Abfallprodukt ein wirtschaftlicher Vorteil entstehen kann.